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Sonntag, 6. Januar 2008 |
Die Meinungen über die Leistungen der Sozialversicherung in Spanien sind ziemlich einstimmig. Das System ist langsam und die Überweisung zu einem Facharzt kann manchmal Wochen bis Monate an Wartezeit verschlingen. In Notfällen ist die Leistung jedoch ohne Einschränkung umfassend, gut und schnell.
Um in den Genuss der Leistungen zu kommen bedarf es einer Krankenversicherungskarte (Tarjeta de la Seguridad Social). Um diese Karte zu bekommen muss man ein Certificado de Empadronamiento vorlegen. Das Certificado de Empadronamiento ist vergleichbar mit der Einschreibung an einem neuen Wohnort. Dies erledigt man im Rathaus (Ayuntamiento). Vergiss nicht einige Passbilder und deinen Ausweis oder Reisepass mitzunehmen.
Anschließend kannst du im lokalen Ambulatorio (medizinisches Versorgungszentrum) deine Tarjeta beantragen. Dies dauert etwas, jedoch bekommst du sofort eine Bescheinigung auf einem DIN A4 Blatt mit der du bereits alle Leistungen in Anspruch nehmen kannst.
Vergleichbar mit dem neuen deutschen Hausarzt-System ist auch das spanische System zentralisiert. Man muss zuerst zum lokalen Ambulatorio gehen, wo man untersucht und bei Bedarf zu einem Facharzt überwiesen wird. Dies kann dann lange Wartezeiten nach sich ziehen - mitunter Wochen oder Monate.
Unabhängig vom Einkommen kann man in Spanien auch eine private Krankenversicherung abschließen. Dies ist günstiger als in Deutschland. Je nach Police, Anbieter und Leistungsspektrum kostet eine private Krankenversicherung zwischen 50 und 150 Euro im Monat.
Vorteile privater Krankenversicherer können freie Arztwahl, kurze Wartezeiten und umfassende Leistungen sein, die bis zur Behandlung in Spezialkliniken in den USA bei komplizierten Erkrankungen wie Krebs reichen können. Herausragende Angebote und vor allem Informationen zu Krankenversicherungs-Policen findet man bei der DKV und auch bei der spanischen Sanitas.
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